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Weitere Beispiele aus der Praxis


»Erfahrungen beim Arbeiten mit Samples«

work in progress

Praxisbeispiel

vom 27. August 2017

Das folgende Projekt entstand mit Musikstudenten (überwiegend Instrumentalisten), die bereits Erfahrungen mit Sequenzer- oder Notationsprogrammen hatten. Die Gruppe bekam die Aufgabe, mit möglichst geringem Aufwand ein etwa 30 Sekunden dauerndes „Finale für eine fiktive ACTION-Szene“ zu gestalten. 

Schritt 1

Demomaterial: Soundlibraries aus dem FilmScoringBereich

Die Studenten holten sich zunächst Anregungen aus dem Internet.
Bei den Beispielen handelt es sich um charakteristische Filmmusiksequenzen. 
Hörbeispiel 1: Native Instruments Komplete Action Strings
Hörbeispiel 2: East West Symphonic Orchestra
Hörbeispiel 3: Sonivox String Collection

Schritt 2

SamplePlayer (free) | VST-Instrumente | keine weitere Nachbearbeitung.

Als nächstes besorgte sich die Gruppe im Netz ein kostenloses sampleorientiertes Sequenzerprogramm mit passenden Sounds aus dem FilmScoring-Bereich. Auf der rein graphischen Oberfläche (Bild unten) entstand durch Auswahl passender Sequenzen folgendes Klangbeispiel:

Schritt 3

Notensatzprogramm | programmeigene SoundLibrary 

Danach transkribierte die Gruppe diese Musik. Zunächst entstand eine grobe Hörpartitur mit Angaben zu Tempo, Rhythmus, Tonart sowie grobe Eintragungen zu melodischen und harmonischen Verläufen. Die Details wurden in ein Notationsprogramm übertragen und grob mit Lautstärkebezeichnungen und Artikulationen ergänzt. Zu Kontrollzwecken wurde die Partitur mit den programmeigenen Sounds abgespielt und so der Vorlage angepasst.

Evaluation der Ergebnisse

a) Das klangliche Resultat des SamplePlayers:

Positiv beurteilt wurde der musikalische Charakter, der „fette Sound“ und die gewählten Instrumente im SamplePlayer (Hörbeispiel 4). 
Der Gruppe gefiel, dass man mit so geringem Aufwand Musik machen kann. Zum Sammeln von Ideen eignen sich solche Programm gut. Anwender haben von Anfang an Spaß beim "Basteln". Weniger positiv wurde der Mix beurteilt, der den angehenden Berufsmusikern oft zu „schwammig“ und zu „unrealistisch“ war. 


b) Das klangliche Resultat nach der Transkription:

Das Ergebnis wurde als Annäherung bewertet, da nicht alle Sounds „nachgebaut werden“ konnten. Außerdem war das räumliche Klangbild nicht vergleichbar mit dem Original. Trotz dieser Abstriche kam man zu dem Ergebnis, dass die aktuelle Partitur deutlich transparenter klang als das Original. Am Bildschirm konnte individuell in den Klang einzelner Instrumente eingegriffen werden, wodurch das Klangbild viel differenzierter wurde. Es wurde insgesamt weniger herumprobiert, sondern es wurden vielmehr die eigenen musikalischen Erfahrungen aus der Praxis genutzt.




Es gab Übereinstimmung, dass man mit höherwertigen Softwareinstrumenten zu realistischeren Ergebnissen kommen kann. Erst der geschickte Umgang mit VST-Controllern und Sound Sets | Expression Maps | Articulation IDs )* gibt dem Klangbild einen individuellen Sound. Allerdings kam bei der Diskussion auch heraus, dass der „persönlich Geschmack“ eine Rolle spielt und dass Sound „nichts Absolutes ist“.
)* Bezeichnung je nach Hersteller